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Flexible Hilfen

Manch einer wird sich über diesen Begriff wundern und das zu Recht. Er ist weder geschützt, noch verbergen sich einheitliche Inhalte dahinter. In jeder Region und jeder Stadt wird er anders ausgelegt und das bedeutet, dass die Inhalte in Bremerhaven naturgemäß mit denen in Ludwigslust beispielsweise oder in Kiel nicht mehr deckungsgleich sind. Gut, - wir aber sprechen hier von unseren Inhalten in dieser Stadt.

Wen sprechen wir überhaupt damit an? Dies sind in erster Linie Jugendliche und deren Familien sowie junge Erwachsene in Bremerhaven und Umgebung.

 

Die pädagogische Arbeit orientiert sich:   

  • an den Inhalten des Hilfeplanes
  • am jungen Menschen in seinem familiären und weiteren sozialen Umfeld 
  • an seinen Bindungen und Beziehungen 
  • an seinen bewusst geäußerten Absichten und Interessen 
  • an seinen Bedürfnissen, Notwendigkeiten und individuellen Fähigkeiten sowie seinen Ressourcen 
  • an den gesellschaftlichen Vorgaben und Normen 
  • am Partizipationsgedanken 
  • an vorhandenen und zu schaffenden Netzwerken (persönliche/ informelle/ professionelle)

In Verbindung von Alltagsleben und pädagogischen Angeboten werden die jungen Menschen unter Nutzung der beschriebenen Netzwerke durch sozialpädagogisch fundierte Hilfestellungen im Verselbständigungsprozess auf ein selbständiges Leben vorbereitet und in Fragen der Lebensführung, der Ausbildung und Schule, sowie im persönlichen Bereich fachlich beraten sowie in das soziale Umfeld eingebunden.

Die Orientierung, hinsichtlich der Arbeit am Menschen, erfolgt mit einem hohen Maß an Akzeptanz des Pädagogen auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung, unter Beachtung des Partizipationsgedankens.

Die Verselbstständigung und die Einbindung in das soziale Umfeld des jungen Menschen stehen im Vordergrund (ggf. auch, wenn dies möglich ist, die Rückführung in die Familie). Die pädagogischen Zielsetzungen und die methodischen Ansätze ergeben sich aus den im Hilfeplan definierten Inhalten und können u. a. folgende Hilfen umfassen:

 

Praktische Versorgung:

  • Hilfe bei der Wohnungsbeschaffung 
  • Hilfe im Umgang mit finanziellen Ressourcen 
  • u. a. m.

 

Persönliche Entwicklung:

  • Erarbeitung von Konfliktbewältigungsstrategien 
  • Hilfe bei der Persönlichkeitsentwicklung 
  • Stärkung der sozialen Kompetenz 
  • Aufarbeitung von persönlichen Problemlagen 
  • Verbesserung der familiären Beziehungen 
  • Integration ins soziale Umfeld

 

Vermittlung/Training lebenspraktischer Fähigkeiten:

  • Hilfe beim Wohnen im eigenen Wohnraum 
  • Hilfe bei der Gesundheitspflege 
  • Umgang mit den eigenen Finanzressourcen
  • Haushaltsführung
  • Umgang mit Behörden und Institutionen

 

Schule / Berufsausbildung:

  • Erarbeitung schulischer und beruflicher Ziele
  • Hilfe bei Schwierigkeiten im Schul- und Ausbildungsbereich

 

Entwicklung von Zukunftsperspektiven:

  • Planung und Unterstützung des nächsten Lebensabschnitts

 

Individuelle Hilfen:

  • individuelle Einzelmaßnahmen und Zielsetzungen lt. Hilfeplan
  • Sicherung angemessener Aufsicht im Rahmen des Hilfesettings

 

Drogenkonsumierende junge Menschen:

  • Konsumreduzierung/Konsumvermeidung/Konsumverzicht
  • Schaffung und/oder Nutzung von Netzwerken zur Konsumreduzierung/Entgiftung, in Zusammenarbeit mit weiteren Einrichtungen

 

Einbindung in bestehende Netzwerke

Wen sprechen wir an? Jugendliche / junge Erwachsene bis 21 Jahre, in begründeten Einzelfällen soll die Hilfe über einen begrenzten Zeitraum darüber hinaus fortgesetzt werden. Wir arbeiten innerhalb und außerhalb der Herkunfts- oder ggf. Pflegefamilie.

 

Folgende Merkmale finden wir oft vor, es handelt sich um junge Menschen:

  • die durch familiäre Krisen so belastet werden, dass der Verbleib in der Familie eine physische bzw. psychische Gefährdung darstellt
  • deren Ablösung aus der Familie sich so konflikthaft vollzieht, dass die Entwicklung gefährdet erscheint
  • die zurzeit wohnungslos sind oder aus einer Notaufnahme kommen
  • die ohne begleitende sozialpädagogische Hilfen zu einer selbständigen Lebensführung in eigener Wohnung (noch) nicht in der Lage wären

 

Wichtig ist die:

  • die Freiwilligkeit des jungen Menschen und der jeweiligen Familie, sich auf die Maßnahme einzulassen
  • die Bereitschaft, am Erfolg der Betreuung mitzuwirken

 

Ausschließende Kriterien für diese Arbeit:

  • psychisch kranke Jugendliche und junge Erwachsene

 

Und wie arbeiten wir? Unter anderem mit:

  • Themenzentrierten Einzelgesprächen
  • individuell am jungen Menschen orientierten Angeboten
  • ziel- und lösungsorientierter pädagogischer Arbeit gemäß der Hilfeplanung
  • Stärkung der vorhandenen persönlichen Ressourcen
  • dem Bemühen um die Entwicklung neuer Ressourcen
  • Nutzung der Ressourcen im Umfeld
  • freizeitpädagogischen Angeboten (der junge Mensch soll lernen seine freie Zeit für sich sinnvoll zu nutzen)
  • persönlicher Begleitung zu Behörden und Institutionen
  • beratenden Gesprächen in Krisen
  • praktischen Hilfen
  • modellhaftem Handeln (Lernen am Vorbild)
  • positiver Verstärkung auch kleiner Fortschritte
  • reaktiven Interventionen
  • ggf. paradoxen Interventionen
  • Reflexion des (zielgerichteten) Handelns (retrospektive Arbeit)
  • Begleitung und Anleitung gruppendynamische Prozesse (wenn möglich)
  • sozialem Lernen innerhalb der Gemeinschaft (wo möglich)

 

Susanne Jainz (Gesamtleitung)

Flexible Hilfen

Büro: Friesenstraße 32

Telefon: +49 (0)471 - 9 81 86 80

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